Riccardo Minasi, Ensemble Resonanz & Harmonia Mundi
Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz zeigen einmal mehr eine Glanzleistung, wie sie ihnen schon mit Mozart gelungen ist: Sie geben der Eroica ihre ursprüngliche Modernität und Schärfe zurück. Gestützt auf neueste Quellen und Forschungsergebnisse, fängt ihre Lesart die Radikalität eines Werkes ein, dessen Entstehung die formale Gestaltung revolutionierte. Brüche, Spannungen, Kühnheiten: Weit entfernt von jeglichen Normen, offenbart diese Interpretation eine visionäre Symphonie.
I. Allegro con brio
II. Marcia funebre. Adagio assai
III. Scherzo. Allegro vivace – Trio
IV. Finale. Allegro molto
Riccardo Minasi, Dirigent
Ensemble Resonanz
Veröffentlichung: 6. November 2026
Für ihre neue gemeinsame Aufnahme bei Harmonia Mundi nehmen Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz Beethovens »Eroica« beim Wort: als Musik von radikaler Dringlichkeit, voller Kontraste, Risiko und Vorwärtsdrang. Die Aufnahme wächst aus einer langjährigen künstlerischen Verbindung, aus gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Willen, musikalisch an Grenzen zu gehen – und aus der Frage, wie unerhört Beethoven heute noch klingen kann.
Wir kennen die »Eroica«. Oder glauben zumindest, sie zu kennen. Mehr als 200 Jahre Aufführungsgeschichte haben sich über ein Werk gelegt, das einmal Grenzen sprengte. Unter dieser Patina suchen Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz nach dem, was sich nicht beruhigen lässt: nach plötzlichen Abgründen, Übertreibungen und einer Energie, die diese Musik immer wieder aus der Kurve trägt.
Dafür gehen sie zurück an die Partitur und die frühen Quellen. Die liefern keine Gebrauchsanweisung für einen historischen Beethoven, schärfen aber den Blick auf Artikulation, Dynamik und Tempo. Auf modernen Instrumenten wird daraus eine »Eroica«, die unmittelbar und gegenwärtig klingt.
Die Aufnahme ist geprägt von einer besonderen künstlerischen Verbindung: Als Principal Guest Conductor & Partner in Crime arbeitet Riccardo Minasi seit vielen Jahren mit dem Ensemble Resonanz. Man kennt sich, versteht die Gesten des anderen, vertraut sich – und fordert sich gegenseitig heraus. Aus dieser Vertrautheit entsteht die Freiheit, Dinge auszuprobieren, Entscheidungen gemeinsam zuzuspitzen und musikalisch immer weiter zu gehen. Die Interpretation entwickelt sich im gemeinsamen Prozess, in der intensiven Arbeit am Klang.
Violine
Barbara Bultmann**, Gregor Dierck*, Skaistė Dikšaitytė, Tom Glöckner, David-Maria Gramse, Corinna Guthmann, Juditha Haeberlin, Barbara Köbele, Christine Krapp, Katharina Licht, Benjamin Spillner, Swantje Tessmann, Hyun-Jung Kim
Viola
Neasa Ní Bhriain*, Tim-Erik Winzer, Aline Saniter, Christian Marshall, Donata Böcking
Violoncello
Saskia Ogilvie*, Saerom Park, Moritz Benjamin Kolb, Lea Tessmann
Kontrabass
Sophie Lücke*, Anne Hofmann, Benedict Ziervogel
Flöte
Christina Fassbender*, Marcos Villalobos Ortiz
Oboe
Risa Soejima*, Gonzalo Mejia
Klarinette
Marco Thomas*, Regine Müller
Fagott
Volker Tessmann*, Thomas Höniger
Horn
Tomás Guerra Figueiredo*, Florian Cason, Victor Cosio Lanza
Trompete
Nicolas Isabelle*, Markus Schwind
Pauke
Bao-Tin Van Cong
**Konzertmeisterin
*Stimmführer:in