Album-Release: Eroica

Riccardo Minasi, Ensemble Resonanz & Harmonia Mundi

Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz zeigen einmal mehr eine Glanzleistung, wie sie ihnen schon mit Mozart gelungen ist: Sie geben der Eroica ihre ursprüngliche Modernität und Schärfe zurück. Gestützt auf neueste Quellen und Forschungsergebnisse, fängt ihre Lesart die Radikalität eines Werkes ein, dessen Entstehung die formale Gestaltung revolutionierte. Brüche, Spannungen, Kühnheiten: Weit entfernt von jeglichen Normen, offenbart diese Interpretation eine visionäre Symphonie.

Ludwig van Beethoven (1770-1823)
Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur op. 55 »Eroica«

I. Allegro con brio
II. Marcia funebre. Adagio assai
III. Scherzo. Allegro vivace – Trio
IV. Finale. Allegro molto

Riccardo Minasi, Dirigent
Ensemble Resonanz

Veröffentlichung: 6. November 2026

Harmonia Mundi

Für ihre neue gemeinsame Aufnahme bei Harmonia Mundi nehmen Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz Beethovens »Eroica« beim Wort: als Musik von radikaler Dringlichkeit, voller Kontraste, Risiko und Vorwärtsdrang. Die Aufnahme wächst aus einer langjährigen künstlerischen Verbindung, aus gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Willen, musikalisch an Grenzen zu gehen – und aus der Frage, wie unerhört Beethoven heute noch klingen kann.

Wir kennen die »Eroica«. Oder glauben zumindest, sie zu kennen. Mehr als 200 Jahre Aufführungsgeschichte haben sich über ein Werk gelegt, das einmal Grenzen sprengte. Unter dieser Patina suchen Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz nach dem, was sich nicht beruhigen lässt: nach plötzlichen Abgründen, Übertreibungen und einer Energie, die diese Musik immer wieder aus der Kurve trägt.

Dafür gehen sie zurück an die Partitur und die frühen Quellen. Die liefern keine Gebrauchsanweisung für einen historischen Beethoven, schärfen aber den Blick auf Artikulation, Dynamik und Tempo. Auf modernen Instrumenten wird daraus eine »Eroica«, die unmittelbar und gegenwärtig klingt.

Die Aufnahme ist geprägt von einer besonderen künstlerischen Verbindung: Als Principal Guest Conductor & Partner in Crime arbeitet Riccardo Minasi seit vielen Jahren mit dem Ensemble Resonanz. Man kennt sich, versteht die Gesten des anderen, vertraut sich – und fordert sich gegenseitig heraus. Aus dieser Vertrautheit entsteht die Freiheit, Dinge auszuprobieren, Entscheidungen gemeinsam zuzuspitzen und musikalisch immer weiter zu gehen. Die Interpretation entwickelt sich im gemeinsamen Prozess, in der intensiven Arbeit am Klang.

»Mit seiner Dritten Sinfonie stellt Beethoven die Konventionen seiner Zeit radikal infrage. Die ›Eroica‹ ist ein dramatisches Erdbeben: Extreme dynamische Kontraste, rhythmische Asymmetrien und eine enorme formale Spannung erneuern die musikalische Struktur von Grund auf. Für unsere Aufnahme haben wir uns intensiv mit den Quellen zu den frühesten Aufführungen beschäftigt – nicht aus historischem Selbstzweck, sondern um die ursprüngliche Energie dieser Musik freizulegen: ihren ungeheuren Vorwärtsdrang und ihre Modernität.« Riccardo Minasi

»Riccardo hat uns mit dieser ›Eroica‹ an die Grenzen gebracht – und genau das hört man der Aufnahme an. Wir haben an jeder Form, jedem Klang, jeder Harmonie gefeilt und gleichzeitig mit unglaublicher Energie gespielt. Uns flogen die Bogenhaare um die Ohren, die Arme taten weh, die Bläser:innen gingen an die Grenzen ihrer Instrumente. Es war körperlich und mental extrem intensiv – und wahnsinnig inspirierend.« Skaistė Dikšaitytė, Geigerin im Ensemble Resonanz

»Wenn Riccardo und das Ensemble zusammenkommen, passiert etwas, das man nicht planen kann. Es gibt die radikale Bereitschaft, Dinge gemeinsam auszuprobieren und wirklich bis an die Grenzen zu gehen. Und bei dieser ›Eroica‹ spürt man, wie viel Vertrauen über die Jahre gewachsen ist – und was dadurch musikalisch möglich wird.« Marie-Sünje Schade, Künstlerische Managerin des Ensemble Resonanz

Ensemble Resonanz

Violine
Barbara Bultmann**, Gregor Dierck*, Skaistė Dikšaitytė, Tom Glöckner, David-Maria Gramse, Corinna Guthmann, Juditha Haeberlin, Barbara Köbele, Christine Krapp, Katharina Licht, Benjamin Spillner, Swantje Tessmann, Hyun-Jung Kim

Viola
Neasa Ní Bhriain*, Tim-Erik Winzer, Aline Saniter, Christian Marshall, Donata Böcking

Violoncello
Saskia Ogilvie*, Saerom Park, Moritz Benjamin Kolb, Lea Tessmann

Kontrabass  
Sophie Lücke*, Anne Hofmann, Benedict Ziervogel

Flöte
Christina Fassbender*, Marcos Villalobos Ortiz

Oboe
Risa Soejima*, Gonzalo Mejia

Klarinette
Marco Thomas*, Regine Müller

Fagott
Volker Tessmann*, Thomas Höniger

Horn
Tomás Guerra Figueiredo*, Florian Cason, Victor Cosio Lanza

Trompete
Nicolas Isabelle*, Markus Schwind

Pauke
Bao-Tin Van Cong

**Konzertmeisterin
*Stimmführer:in