Der italienisch-japanische Dirigent Riccardo Minasi wirkt derzeit als Principal Guest Conductor des Ensemble Resonanz, das in der Hamburger Elbphilharmonie beheimatet ist. Zu seinen früheren Positionen zählen die Mitbegründung und Leitung von Il Pomo d’Oro (2011–2016), die Chefdirigentenstelle beim Mozarteumorchester Salzburg (2017–2022), die Künstlerische Leitung des Orchestra La Scintilla am Opernhaus Zürich sowie die Position des Musikdirektors des Teatro Carlo Felice in Genua (2022–2025).
In der Saison 2026/27 kehrt Minasi zu zahlreichen renommierten Orchestern zurück, mit denen ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gürzenich-Orchester Köln, die Royal Northern Sinfonia, das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie das Orchestre Philharmonique de Radio France. Weitere Höhepunkte der Saison sind Engagements beim Toronto Symphony Orchestra, dem St. Luke Symphony, dem NHK Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, der Warsaw Philharmonic, den Wiener Symphonikern, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Netherlands Radio Symphony Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Paris sowie den Essener Philharmonikern.
Auf der Opernbühne gibt Minasi ein bedeutendes Debüt an der Deutschen Oper Berlin, wo er zwei Mozart-Produktionen dirigieren wird: Le nozze di Figaro und Così fan tutte.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Ensemble Resonanz führte Riccardo Minasi unter anderem zum Beethovenfest Bonn sowie in renommierte Konzertsäle wie die Berliner Philharmonie, die Kölner Philharmonie, das Wiener Konzerthaus und das Concertgebouw Amsterdam. 2024 gab er ein von der Kritik gefeiertes Debüt bei den BBC Proms und kehrte im Sommer 2025 dorthin zurück, wo er das Orchestra of the Age of Enlightenment in einer Produktion von Mozarts Le nozze di Figaro leitete, ursprünglich entstanden beim Glyndebourne Opera Festival. In der laufenden Saison setzt sich die Zusammenarbeit mit dem Ensemble Resonanz fort und führt sie gemeinsam mit Beethovens 5. Sinfonie auf Europatournee in bedeutende internationale Konzertsäle.
Diese Engagements folgen auf eine äußerst intensive Saison 2025/26, in der Minasi Porträtkünstler der Hamburger Elbphilharmonie war und dort fünf Programme leitete. Weitere Auftritte führten ihn mit der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen auf Europatournee mit Beatrice Rana sowie auf eine Südamerikatournee mit James Ehnes. Darüber hinaus dirigierte er die Münchner Philharmoniker, die Luxembourg Philharmonic, das SWR Symphonieorchester, das Scottish Chamber Orchestra, die Copenhagen Philharmonic und die Dresdner Philharmonie.
In derselben Saison debütierte Minasi beim Mahler Chamber Orchestra mit Mahlers 3. Sinfonie in Essen, Dortmund und Köln und gastierte zudem beim West Australian Symphony Orchestra sowie beim Queensland Symphony Orchestra.
Frühere Stationen seiner künstlerischen Arbeit umfassen Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester und dem Swedish Radio Symphony Orchestra. Auf der Opernbühne dirigierte Minasi Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro und Rodelindaan der Dutch National Opera, Dialogues des Carmélites und Don Giovanni am Palau de les Arts Reina Sofía, Le nozze di Figaro und Così fan tutte beim Glyndebourne Opera Festival sowie zahlreiche Produktionen am Opernhaus Zürich, an der Hamburgischen Staatsoper, der Opéra National de Lyon und dem Teatro Carlo Felice.
Riccardo Minasi verfügt über eine vielfach ausgezeichnete Diskografie, die unter anderem mehrere Diapason d’Or de l’Année sowie vier Echo-Klassik-Auszeichnungen im Jahr 2016 umfasst und zudem eine Grammy-Nominierung erhielt.
Seine künstlerische Arbeit ist eng mit musikwissenschaftlicher Forschung verbunden. Er war als historischer Berater für das Orchestre symphonique de Montréal tätig und erarbeitete gemeinsam mit Maurizio Biondi die kritische Bärenreiter-Ausgabe von Bellinis Norma (2016), die er anschließend in Hamburg, Köln, Genua sowie beim Festival d’Aix-en-Provence dirigierte.