offbeat

 

 

Freie Laboratorien für ein neues Hören 

 

In Offbeat legt das Ensemble Resonanz, kuratiert von Lisa Stepf, die Konzertthemen der Resonanzen in die Hände befreundeter Künstler*innen und Partner*innen.Das Ensemble Resonanz und die Absolventin der Körber Master Class on Music Education wagen den Weg aus dem Konzertsaal hinaus an ungewöhnliche Orte in und um Hamburg. Kunstspartenübergreifend lassen sie verschiedene Lebenswelten aufeinander treffen und öffnen neue Erfahrungsräume. Dabei entstehen ungewöhnliche Formate und Abende, die das Thema auf experimentelle Art und Weise erleben lassen.

 

Kuratiert von: Lisa Stepf, Ensemble Resonanz

 

Gefördert durch die ZEIT-Stiftung, die Haspa Musik Stiftung und die Körber-Stiftung

publikumsstimmen

 

»...so was habe ich noch nie vorher erlebt«

 

»...es gibt nichts zu überwinden, viel intimer auch für Musiker«

 

»...das Erlebnis war viel viel stärker und klarer und irgendwie vollkommener«

 

»...als wenn mein Körper eine Antenne wäre«

 

»...im Nachhinein einfach froh, dieses erlebt zu haben, und auch froh, irgendwann vielleicht dieses in Bälde einfach noch einmal nacherleben zu können.«

 

»...vielen Dank für so ein „überraschendes und sinnliches Format«

rückblick

 

saison 2017/18

#6 offbeat: transzendeath

im resonanzraum

 

Wir hören einen Vortrag, was Leben und Sterben und Transzendenz aus buddhistischer Sicht bedeutet. Diese Sicht ist seit jeher schon verknüpft mit philosophischen Gedanken zur Musik. Es folgt eine halbstündige gemeinsame Meditation und wir hören Aufnahmen von Musik, die Mahler im Angesicht des Todes komponiert hat. Die Schutzengel von Biber sind bei uns. Fühlt sich so der nahende Tod an?

 

Mit:

Gregor Dierck (Violine) & 

Oliver Petersen (Vortrag, Meditation) 

 
in Kooperation mit dem Tibetischen Zentrum Hamburg

#5 offbeat: disappearances – grenzstimmen

im resonanzraum

 

»Mir war die Situation der Flüchtlinge, die ihr Leben riskieren, um nach Europa zu kommen, bewusst und ich hatte viele Fotos gesehen; aber all das war nichts im Vergleich, es mit eigenen Augen zu sehen.«
 

Das von der europäischen Organisation SOS MEDITERRANEE betriebene Rettungsschiff Aquarius ist seit Einsatzbeginn im Februar 2016 mehr als 27.000 Menschen zu Hilfe gekommen. Der permanente Ausnahmezustand nach einer Rettung verwandelt das Schiff in einen intensiven Ort der Begegnung.

Die Lesung lädt zur Auseinandersetzung mit den persönlichen Berichten der Seenotretter*innen an Bord des Rettungsschiffes Aquarius sowie den Schicksalen der Geretteten ein.
Begleitet werden sie von einem musikalischen Soundscape, das aus dokumentarischen Aufnahmen vom Rettungsschiff aus Funkverkehr, Geräuschen von Wind & Wellen und der Rettung selbst produziert wird.

 

Regie: Jessica Glause
Musik: Andi Otto
Es lesen Marina Wandruszka & Oliver Mallison vom Thalia Theater

 

in Kooperation mit SOS MEDITERRANEE & Thalia Theater

#4 offbeat: redemptation

Kneipenquizz im KörberForum

 

Was ist eigentlich das Gute, was das Böse? Wie klingt menschliche Verzweiflung, und Erlösung? Die ganz großen Fragen des Lebens finden in Anlehnung an das Konzertprogramm vorab schon ihren Weg ins Körber- Forum: bei einem musikalischen Kneipenquiz mit Tom Zimmermann und Darren Grundorf. So verbinden sich zwei Erfolgsformate zu einem unterhaltsamen Fragespiel – nicht nur für Musikliebhaber und Kenner.

Claudia Höhne
Claudia Höhne
Claudia Höhne

#3 offbeat: polyfusion

im JazzLab
 

Zusammen mit dem JazzLab-Kollektiv lädt Offbeat unter dem Motto »Polyfusion« ins Karoviertel. Verschiedene Hamburger Jazz-MusikerInnen lassen an diesem Abend ihren eigenen Blickwinkel auf das Thema erklingen. Inspiriert von den Kompositionen von Conlon Nancarrow und Györgi Ligeti sind Werke entstanden, die das erste Mal ihren Weg auf die Bühne finden. Musik, die nicht einzuordnen ist - ebenso wie die der beiden »klassischen« Komponisten. In der Begegnung entsteht Unerhörtes, begleitet von Live-Visuals und einem DJ-Set des Resonanz Sound Systems mitten im Jazzlabor des Karoviertels.

Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
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Jann Wilken
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#2 offbeat ancestree

in der Klangmanufaktur
 

In den Räumen der Klangmanufaktur, in denen die Resonanz von Holz, Klang und Metaphysik gelebt und erarbeitet wird, sprechen wir mit dem Komponisten Johannes Harneit und dem Klangtüftler Jan Kittel. Wie ist Harneits neues Werk »Piano Concert« aus dem Stammbaum der Musikgeschichte erwachsen? Wie entsteht Klang – und wie nehmen wir ihn wahr?

 

Ein lauschiger Abend in der Werkstatt – inmitten von Instrumenten und Birkenholz.

 

Mit Johannes Harneit (Komponist) 

und Jan Kittel (Klangtüftler)

#1 offbeat: vanitears

im Golem
 

I alone have the key to this savage parade… 

Zur Saisoneröffnung »Vanitears« trifft Offbeat auf die multilinguale HafenLesung des foundintranslation-Kollektivs im GOLEM. Im Mittelpunkt stehen Rimbauds Illuminations und ihre Vertonung durch Benjamin Britten. Der Autor Jan Kuhlbrodt liest, inspiriert davon, sein neues Werk – im Dialog mit Brittens Cello-Suite. Dazu hört ihr weitere Lyrik, die Musik geatmet hat: Verzahnt mit Bartóks Violin-Duos trägt Tomás Cohen (Chile) sein Gedicht Ex-Voto vor. Kammermusik, Lyrik, viele Sprachen und gute Drinks.

 

Mit Jan Kuhlbrodt, Tomás Cohen (Autoren)
und Musikern des Ensemble Resonanz.

 

In Kooperation mit HafenLesung und Golem
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid
Jennifer Schmid

saison 2016/17

#6 offbeat: gravity

im Studio Victoria Hauke
 

»Ein Instrument, das man nur spielen kann, indem man darauf fällt« - zu dieser Grundidee arbeiten der Sounddesigner und Komponist Andi Otto und die Tänzerin und Choreographin Victoria Hauke in ihrem aktuellen Projekt. Für offbeat entwickeln sie einen multi-sensorischen Klangraum, der durch die Schwerkraft der Tänzerin zum Klingen gebracht wird. Im Anschluss Gespräch mit den Künstlern.

 

Mit Victoria Hauke (Choreographin) und Andi Otto (Sounddesigner und Komponist).

 

Jann Wilken
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Jann Wilken
Jann Wilken

#5 offbeat: infinity

im resonanzraum

 

LIGHTING THE FUTURE

 

Wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte, hat nicht nur Beethoven und Prokofjew inspiriert. Ein Kurzfilmabend der Zukunftsvisionen aus unterschiedlichsten kulturellen Perspektiven legt nahe: Es wird utopisch, dystopisch. Teilweise in englischer Sprache, bzw. mit englischen Untertiteln.

 

In Kooperation mit dem Internationalen KurzFilmFestival Hamburg

#4 offbeat: identity

im Westwerk
 
Sven Kacireks Festplatten sind voller Feldaufnahmen. Von zahlreichen Reisen nach Ostafrika sowie auf die japanische Insel Okinawa brachte er Sounds mit, auf seiner letzten Reise nahm er Stimmen von Kleinbauern, Politikern und Wirtschaftsvertretern auf, die er unmittelbar in seinem Werk verarbeitet. Auch der Komponist Oscar Strasnoy befasst sich in seinem neuen Violinkonzert Automaton mit Feldaufnahmen: Bei seiner Recherche stößt er auf musikalische Spuren des Menschenhandels in Nordamerika. »Ich bin dann bei Automaten gelandet, den ersten, echten, musikalischen Sklaven«, die in den Bars die ersten Musiker ersetzten. 
 
In Offbeat »Identity« verbindet Sven Kacirek Spuren dieser Recherchen mit seinen eigenem Werk in einem Soloset – einem Hybrid zwischen Konzert und Installation. 

 

Mit Percussionist und Soundhunter Sven Kacirek.

Jann Wilken
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Jann Wilken
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#3 offbeat: unknown space – »pump up the pudel«

im Golden Pudel Club

 

Die Eröffnungswoche der Elbphilharmonie ist vorbei, wir feiern ihre letzte Eröffnungsparty im resonanzraum. Mit DJs aus dem Pudel und Künstlern aus der Stadt sowie Musikern des Ensemble Resonanz widmen wir uns Tanz, neuen Räumen und Musik unseres Eröffnungskomponisten Georg Friedrich Haas.

 

Zwei Räume treffen zu Forschungszwecken aufeinander:
Der Golden Pudel Club war sicherlich in seiner eigenen Kammer reichlich mit in Schwingungen versetzbaren Materialien ausgestattet, es wummerte und waberte, knarzte und stach. Doch nun erklimmt er, durch Einladung des Ensemble Resonanz, die Stufen des Bunkers und hört sich neugierig im resonanzraum um:
Wann und wo resoniert es dort?
Welche Flasche klappert, welches Material funzt?
Wo ist die berüchtigte Bassfalle und wer wird absorbiert?
Anschließend werden die ausgewerteten Ergebnisse genutzt um die Schwingungen beim Pudel-Aufbau zu verfeinern!
Da geht noch was-was-wa-as-as-s-s-sssssss (Feedback)

Werdet Teil der Forschungsarbeit und seid dabei wenn es heisst:
4 Saiten für ein Halleluja!
Pump up the Pudel - Strings & Drinks im resonanzraum!

 

Mit:
Viktor Marek, Phuong-Dan, L.C. Knabe, Nikae, RVDS
Live: Benjamin Page from Rocket Number Nine
Visuals : Blackdata

#2 offbeat: epiphany

 

Bei einem musikalischen Spaziergang mit Phil Klines UNSILENT NIGHT wird der Winterdom und Planten un Blomen in einen neuen Klang getaucht - den das Publikum von den eigenen Handys abspielt. Zurück im resonanzraum geht es mit Florian Helgath um andere Weihnachtsklänge und -inspirationen. Und um Glühwein. 

 

Mit Tom Zimmermann (Moderation) und Florian Helgath (ChorWerk Ruhr).

 

Jann Wilken
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Jann Wilken
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#1 offbeat: galaxy

in der Halle 424

 

Eine musikalische Begegnung mit dem Weltall. 

 

Saisonauftakt der interdisziplinären Reihe für Hörexperimente »Offbeat« des Ensemble Resonanz. Mit Musik von Georges Lentz, der sich vom australischen Sternenhimmel inspirieren ließ und einem Live-Streichquartett, das Bach spielt, laden Ensemble Resonanz und Planetarium Hamburg ein zu einem Flug durch die Milchstraße. Ein musikalisch-galaktischer Abend, eingeführt von Thomas Kraupe (Planetarium Hamburg) und Tobias Rempe (Ensemble Resonanz). 

Jann Wilken
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saison 2015/16

#6 offbeat: der ewigkeit

im resonanzraum

 

Der Abschluss der Offbeat-Saison ist ein besonderes Experiment für unsere Ohren: Ein Hatha-Yogakurs auf dem Fußballplatz des SC Sternschanze, mit anschließendem Hören im Liegen zu einem Remix aus Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Toshio Hosokawa. Wie wirkt sich die Musik auf unseren Körper aus, und wie das Yoga auf unser Hören? 

 

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im resonanzraum statt.

publikumsstimmen

 

»Nach dem Yoga hatte ich viel mehr 'Aufnahmefläche' für die Musik.«

 

»Nicht zu glauben, dass die Musiker zweimal das gleiche Stück gespielt haben! Beim zweiten Mal war es ungleich intensiver, lauter, dreidimensionaler.«

 

»Das war fantastisch! Gerne wieder! So berührend und einfach Luxus. Und war das vorher und nachher das gleiche Musikstück - ne oder ?! DANKE an alle Mitwirkenden«

#5 offbeat: der utopie

im resonanzraum

 

Ein utopisches Offbeat: Hanns Eisler hat zwei Deutsche Hymnen geschrieben, die der Komponist Tobias Schwencke aus den Ruinen der untergegangenen Utopie DDR holt. Außerdem wird der preisgekrönte Hamburger Autor Carsten Brandau erstmals aus seinem neuen Auftragswerk DE DOMINIO TERRAE lesen, in dem Rotkehlchen und Hirsche sich zur Übermachtsstellung des Menschen auf dieser Welt äußern und seinen Fall besingen.

 

Mit herzlichem Dank an das Theaterfestival Schwindelfrei Mannheim 2016 in dessen Rahmen das Auftragswerk entstanden ist.

 

Jann Wilken
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#4 offbeat: der anbetung

im Restaurant Nil

 

Beeinflussen sich Schmecken und Hören gegenseitig? Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Sinnen? Diese Frage liegt dem Experiment von OFFBEAT »anbetung« zugrunde. Die Chefs des Restaurant NIL haben sich - inspiriert von Wien und den Kompositionen von Berg, Korngold und Kraft - ein außergewöhnliches Menü ausgedacht. Wir testen gemeinsam in 3 Gängen unterschiedliche Kombinationen von Musik- und Gaumenfreuden und sprechen zwischendurch mit dem Ausnahme-Cellisten Jean-Guihen Queyras, sowie Musikern des Ensembles und dem Koch über gutes Essen, tolle Musik und was eigentlich passiert, wenn beides zusammenkommt.

 

publikumsstimmen

 

»das Schönste war es gemeinsam in Schweigen zu essen. Was für ein Geschenk. Das macht man ja sonst nur, wenn man alleine ist oder es nichts zu sagen gibt. Herzlichen Dank, eine unvergessliche Erfahrung.«

 

#3 offbeat: der triebe

im resonanzraum

 

Gemeinsam mit Flexibles Flimmern wird die Heimat von Alberto Ginastera vorgestellt: Argentinien. Dazu begeben sich Musiker des Ensemble Resonanz auf Spurensuche, die Ginastera in der Musikgeschichte hinterlassen hat und präsentieren ihre überraschenden Fundstücke ausnahmsweise an den Plattentellern mit einer besonderen Verknüpfung von Film und Musik. Der Film »Tierra de Patagones« zeigt zwei argentinische Brüder auf der Suche nach Kultur, Natur und den besten Wellen und wird an ausgewählten Stellen live vertont. Ein kulinarisch-musikalischer Filmabend rund um das südlichste Land des amerikanischen Kontinents.

 

#2 offbeat: der wehmut

im Golden Pudel Club

 

Inspiriert von seinem Aufenthalt im südindischen Bangalore hat Andi Otto (aka Springintgut) in Kooperation mit der Sängerin MD Pallavi ein neues Programm entwickelt. Darin treffen Raga-Fragmente auf den improvisierten Dub seines elektronisch erweiterten Cellos. Das Ensemble Resonanz lässt mit Birtwistles Bearbeitung von »Semper Dowland, semper dolens« die Melancholie des 16. Jahrhunderts aufleben, während sich die Klangkünstlerin Nika Son in einem Live-Remix Brian Ferneyhoughs »Funérailles I« widmet. Mit DJ Heiko Gogolin (Pingipung) geht’s in die Nacht.

 

 

Jann Wilken
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#1 offbeat: der verführung

im Golem

 

Lesung, Konzert, Gespräch, Reflexionen, Golem-Engtanzparty.

 

Ein ganzer Abend im Sog der Verführung und die gleichzeitige Beobachtung des eigenen Flirrens im Strudel der Versuchung.

 

Mit: Jörg Pohl an ausgewählten Texten, Roger Behrens an Philosophie und Dekonstruktion, Granulitpavillon und Golem Engtanzparty an der Schallplatte und dem Ensemble Resonanz-Streichquartett mit Salonmusik.

Jann Wilken
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saison 2014/15

#6 offbeat lichtung – »beethoven & yoga«

im resonanzraum

 

Der Abschluss der Offbeat-Saison ist ein besonderes Experiment für unsere Ohren: Das Ensemble Resonanz spielt zweimal das Adagio aus dem Streichquartett in cis-Moll von Ludwig van Beethoven, dazwischen machen wir 75 Minuten Hatha-Yoga. Wie hören wir sitzend in Konzert-Manier, wie im Liegen, körperlich entspannt und konzentriert?

#5 offbeat gipfel – »filz«

im resonanzraum

 

In Offbeat »filz« will sich das Ensemble Resonanz der gleichnamigen neuen Komposition von Enno Poppe und deren Entstehungsprozess widmen. Materialität und Beschaffenheit stehen im Vordergrund - Fasern, die verfilzt werden und sich so zu etwas neuem, flexiblen, aber resistentem Ganzen verbinden.

Markus Engel vom Label Pingipung spielt im resonanzraum O-Töne und Musik von Enno Poppe ein – wir filzen und begreifen mit den Händen. Ein handgemachter, experimenteller Abend zwischen Wolle, Seifenwasser und großen Gipfeln der Musik – Enno Poppes Filz immer dicht auf der Spur.
 

Filzkünstlerin: Nicole Noack

publikumsstimmen

 

»Die Musik hatte Auswirkungen auf meine Bewegungen beim Filzen. Aber auch umgekehrt wurde die Musik durch das körperliche Tun beim Filzen physisch, als hätte sie einen Körper.«

 

»Auch wenn ich der Musik nicht durchgehend bewusst zugehört habe, bin ich immer wieder zu ihr zurückgekehrt und habe gemerkt, dass sie unbewusst die ganze Zeit wirkt. Die direkten Zitate von Enno Poppe in Bezug auf das Filzen (Seife! Warmes Wasser!) haben mich immer wieder bewusst zur Musik zurückgebracht.«

 

»Neue Musik läuft nicht im Radio, wo man sie mal nebenbei hören kann, sondern nur im Konzert wo man hochkonzentriert zuhören muss. Es war total angenehm, beim Hören etwas mit den Händen tun zu können, und auch mal abdriften zu dürfen - um dann wieder zur Musik zurückkehren zu können.«

 

»Aufregend war es, mit dem Filz in der Tasche ins Konzert zu gehen! Die Vorerfahrung mit dem handwerklichen Zugang zum Thema, in Verbindung mit  Hörproben und Interview,  war für mich auf alle Fälle eine Bereicherung. Ein ›Anker‹ nicht nur für die Komposition von Enno Poppe, sondern für das Gesamt-Programm des Abends!«

#4 offbeat seele – »siebenbürgen«

im resonanzraum

 

Bartók und Kodály haben Anfang des 20. Jahrhunderts in Transsylvanien versucht, die Seele der Region in Form von Volksliedern zu finden - und zu notieren. Diese Atmosphäre aufspürend, singt Katalin Horvath Volkslieder aus den Liedersammlungen der beiden siebenbürgischen Komponisten - begleitet von dem Hamburger Gitarristen Jens-Uwe Popp. Im Anschluss erobert FLEXIBLES FLIMMERN den resonanzraum und entführt mit dem Film DEM HIMMEL GANZ NAH zu einer Hirtenfamilie in die Karpaten. Mit diesem OFFBEAT begeben wir uns auf atmosphärische - und kulinarische - Entdeckungsreise ins klingende Siebenbürgen.

publikumsstimmen

 

»Abtauchen in eine andere Welt, eine andere Zeit.«

 

»Musik im Ohr. Flexibles Flimmern vor Augen. Ganz grosses Kino! Siebenbürgen sinnlich. Wunderbar!«

#3 offbeat rausch – »wahnsinn« 

im Golem

 

Der Intellektuelle und die Gefahr der »geistigen Umnachtung«, des Dichters legendäre »Jahre im Turm«, mysteriöse »Nervenleiden« feingeistiger Künstler... Angesichts des dumpfen »Genie und Wahnsinn«-Geraunes stellt sich die Frage, ob der Blick, der sich der »geschliffenen Axt der Vernunft« (W. Benjamin) verpflichtet, nicht in Wirklichkeit wahnsinnig ist.
Carlo Gesualdo hat seine Ehefrau und ihren Lover erstochen - oder auch nicht. J.M.R. Lenz ärgerte sich darüber, nicht auf dem Kopf gehen zu können. Ihnen ist dieser Abend gewidmet.
 
Mit:
Jörg Pohl (Thalia Theater)
Michael Weber (Schauspielhaus Hamburg)
Hans Stützer (Golem)
Ensemble Resonanz
 
Im Anschluss werden Madame Bing und der Granulitpavillon die geschliffene Axt gemeinsam in die Hand nehmen und mit ihren Schallplatten einen Weg durch das Unterholz aus Wahnsinn und Trost schlagen. Für die Menschen.
Jann Wilken
Jann Wilken
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Jann Wilken
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#2 offbeat: nebel – »vino e musica II«

im KörberForum

 

Nach vino & musica in der letzten Offbeat-Saison ist klar - Musik verändert den Geschmack von Wein. Aber in welcher Kombination klingt Mendelssohn hitverdächtig und welchen Wein sollte man lieber nicht zu Penderecki trinken? Passt ein Cabernet Sauvignon zu Korngold oder doch besser zur Viola-Sonate von Max Reger? Das Ensemble Resonanz und ein Sommelier nähern sich den Verbindungen von Musik und Wein von unterschiedlichen Seiten und testen ihre Wirkung im Dialog mit dem Publikum. Eine musikalische, experimentelle Weinprobe zu der Frage: Welcher Wein passt zu welcher Musik am besten?

 

Mit Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger, Krzysztof Penderecki und Erich Wolfgang Korngold.

publikumsstimmen

 

»Für die Vino-philen im Publikum hat sich der Wein durch die Musik verändert, für die Musikspezialisten war es umgekehrt – sehr beeindruckend!«

 

»Ein Grossteil des Publikums hat empfinden können, dass sich Wein und Musik gegenseitig beeinflussen – das macht mich glücklich, denn das war unser Ziel. Ich habe Lust auf mehr! Wenn ich jetzt Wein trinke mache ich die Ohren weit auf.« (Sommelier Johannes Lüddens)

 

 

»Ich habe sehr viel über Wein und Musik gelernt und ganz neue Eindrücke und Sinneserfahrungen gemacht, die ich nicht erwartet hätte.«

#1 offbeat: abend – »funkelnagelneu«

im Nachtasyl (Thalia Theater)
 
»Das ist der Tanz der Welt selbst«: Beethovens Streichquartett op.131 in Cis-Moll, die Bilanz eines Lebens zwischen höchster Wonne und grollendem Wetter. Schon Wagner war hin und weg. Zeit für einen Live-Remix. »DJ Elephant Power«, ein Virtuose der Turntables aus Brüssel, und »Springintgut« mit seinem sensorisch erweiterten Cellobogen »Fello« schicken verschiedene Originalaufnahmen durch ihre  elektronischen Systeme. Sie kratzen an der Oberfläche, polieren Fragmente, drehen Bass rein und suchen den Funk in den Synkopen. 

 

»Zusammengestohlen aus verschiedenem diesem und jenem… ist es unterdessen Funkel nagelneu!«.

Beethoven 

 

DJ Elephant Power (Brüssel)
Springintgut (Hamburg)
Live-Remix: Beethoven Streichquartett op. 131 cis-Moll
 
Anschließend:
DJ Elephant Power (live)
Springintgut / Heiko Gogolin (Pingipung)

saison 2013/14

#6 offbeat: straßenmusik – (ver) führung

im Jungen SchauSpielHaus Hamburg

 

»Wer ist so fest, den nichts verführen kann?« (Shakespeare). 

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg öffnet die Tore seiner neuen Heimat in der Gaußstraße 190 für die Musiker des Ensemble Resonanz. Ein Team von (Ver)führungs-Guides lädt Sie ein, das Terrain akustisch zu entdecken und leitet Sie durch den Parcours zur direkten Begegnung mit dem Orchester. Eine sinnliche Hör-Expedition mit Auszügen aus Rameaus Suite »Pygmalion«. Mit neuen Ohren sind Sie gerüstet für den Auftakt zu »Signs & Wunder« und das Konzert »straßenmusik«. Bereit? 

 

Ein Projekt von: Ensemble Resonanz, Stockholm Syndrom & JungesSchauSpielHaus Hamburg

#5 offbeat: zipangu

im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

Zeig mir das Land, wo die Yuzus blühen!
Eine Fello-Session mit Andi Otto (Springintgut), inspiriert von Claude Viviers »Zipangu«.
In der Buddhismus-Ausstellung des MKG trifft die Sehnsucht nach Fernost auf das von Andi Otto selbst entwickelte Fello. Erinnerungen an Zipangu, Yakushima und Bengaluru werden als feine, weltumspannende Elektronik-Sounds in die Zukunft geschickt.

#4 offbeat: bluesfantasie – »vino e musica«

im Restaurant Luxor

 

Riesling zu Haydn - und Shiraz zu finnischem Blues? Eine experimentelle Weinverkostung zur Musik des Programms  »bluesfantasie« mit Einladung zum Driften der Fantasie. Der Komponist Jan Dvořák, der Sommelier Rainer Grießmann und Tobias Rempe (Ensemble Resonanz) nähern sich den Verbindungen von Musik und Wein von unterschiedlichen Seiten und testen ihre Wirkung im Dialog mit dem Publikum. Wir hören mit allen Sinnen. 

 

Musik von: CPE Bach, Eero Hämeenniemi, Jan Dvořák und Joseph Haydn.

 

In Kooperation mit der Körber-Stiftung.

#3 offbeat: tränenglück – »melancholie und ekstase«

im Golem

 

Das Ensemble Resonanz Feiert im GOLEM die Melancholie - zwischen Text und klassischer Musik, Drinks und zeitgenössischen Klängen.

 

Semper dowland, semper dolens – immer Dowland, immer Schmerz. Mit seinen melancholischen Pavanen traf John Dowland, Komponist im elisabethanischen England und in schönster Berufsbezeichnung Lautenist am königlichen Hofe, den Geschmack der Masse seines Zeitalters, die sich mit Vorliebe im Driften der seligen Untätigkeit verloren hätte. Die vielschichtigen Klangfarben jener sogenannten Schreittänze, die Bilder malen von Tränen und vom Glück, holt das Ensemble Resonanz in ein wie auch immer geartetes Hier und Jetzt. 

 

Nebst einer Live-Darbietung einer Pavane durch Musiker des Ensembles lesen die Schauspielerin Pheline Roggan und ihr Kollege Tilo Werner vom Thalia-Ensemble Texte von ekstatischer Melancholie, historische und absurde, die von Phuong-Dan unterstrichen, unterbrochen, durchmischt, kommentiert und dekonstruiert werden. 

 

Aus dem Tal der Tränen aufsteigend, wendet sich der Abend in seinem unabsehbaren Verlauf in Richtung Überschwang und Inbrunst, um gemeinsam, trinkend und tanzend, gleich einem sterbenden Stern, im glänzenden Licht im Abendhimmel zu verglühen.

Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
Jann Wilken
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presse

 

»Neuerdings stellen sie (die Musiker des Ensemble Resonanz, Anm.) mit extravaganten, Offbeat genannten Angeboten sinnfällige Bezüge zwischen ihrer Stückauswahl und Sphären außerhalb des rein Musikalischen her.«

 

 

Hamburger Abendblatt (09.12.2013)

#2 offbeat: heimatwaise

 

Ein Sound-Spaziergang durch Hafen und Wilhelmsburg auf den Spuren von Antonín Dvorák und der Sehnsucht nach der neuen Welt: Mit einem Soundtrack auf den Ohren, der Sie selbst zum Auswanderer macht, abgemischt mit »Appalachian Spring« von Copland und John Adams’ »Shaker Loops« erschließen wir — nach der Überfahrt per Barkasse — die Elbinsel. Während die Musik zwischen Siedlerromantik und Pioniergeist pendelt, begeben wir uns auf eine Soundreise durch die Zeit, bis zum IBA-Gelände in Wilhelmsburg-Mitte, das eine moderne Form des Siedelns vor Augen führt. 

publikumsstimmen

 

»Spätestens als wir in Wilhelmsburg den kleinen Wanderweg am Kanal entlang laufen, fühle ich mich so richtig zur richtigen Zeit am richtigen Ort.«

 

»Wird das hier mein schönster Herbst-Spaziergang? Ohne Zweifel!«

 

»Ein fast schon privater Moment. Gut, dass mir die Kopfhörer das Gefühl geben, auch in der Gruppe ein wenig für mich zu sein.«

#1 offbeat: himmelerde – yoga-stunde zwischen himmel, erde und bruckner!

im Kulturhaus III&70
 

Der Auftakt zur neuen »offbeat«-Reihe ist ein Experiment, in dem die Ohren die Hauptrolle spielen. Wie höre ich sitzend in Konzert-Manier, wie im Liegen, nach 60 Minuten Yoga? Das Ensemble Resonanz spielt zweimal an diesem Abend aus Bruckners Streichquintett, dazwischen ist Raum zum Erleben.

presse

 

Mit den Fußsohlen hören

 
Kammerkonzert mit Yogastunde

 

Immer wieder experimentieren Veranstalter mit neuen Konzertformen, die die Sinne der Besucher für die Musik öffnen sollen. Radikaler geht das Hamburger Streichorchester "Ensemble Resonanz" vor. Es hat sein Publikum bei einem Kammerkonzert Yoga-Übungen machen lassen.

 

Von Sven Barske

 

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