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28. Jul 2006

Ensemble Resonanz feiert mit Maite Beaumont den Saisonbeginn

Resonanzen 1 - Lieb und Leid

Am Sonnabend, dem 2. September 2006, eröffnet um 20.00 Uhr im Großen Saal der Laeiszhalle das Ensemble Resonanz die „Resonanzen“-Reihe. Zum fünften Mal in Folge präsentiert die fünfteilige Konzertreihe spannende und ungewöhnliche Kompositionen, die die gesamte Bandbreite klassischer und zeitgenössischer Musik abbilden. Für das Auftaktkonzert, das unter dem Titel „Lieb und Leid“ steht, konnte die renommierte spanische Mezzosopranistin Maite Beaumont gewonnen werden. Sie wird zwei große, dramatische Arien aus Georg Friedrich Händels „Ariodante“ interpretieren. Umrahmt wird ihr Auftritt von nicht minder expressiver Musik: Hans Werner Henzes klangsatte „Sonata per archi“ reflektiert die Sehnsucht nach sinnlicher „Italianità “, in die er schon als junger Mann aus den beengten deutschen Nachkriegsverhältnissen floh, danach folgt Samuel Barbers hochromantische Elegie „Adagio for Strings“. Konzentrierte Emotionen werden in der fragilen Bearbeitung für kleines Ensemble zu erleben sein, die Arnold Schönberg 1920 zu Gustav Mahlers „Liedern eines fahrenden Gesellen“ für den „Verein für musikalische Privataufführungen“ verfasste. Henri Dutilleux’ „Mystère de l’instant“ ist eine Auftragskomposition für den berühmten Mäzen Paul Sacher, bestehend aus zehn Klangminiaturen, die das Mysterium des Augenblicks fantasievoll in Noten fassen. Passend zum Motto des Konzerts „Lieb und Leid“ beendet das berühmte Adagietto aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie den Abend.


DIE KÜNSTLER

Das ENSEMBLE RESONANZ gehört zu den profiliertesten und innovativsten Kammerorchestern Deutschlands. Hervorgegangen ist das Ensemble Resonanz aus dem Drang zur kreativen Selbstverwirklichung. Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie hatten 1994 beschlossen, ihre Zusammenarbeit in eigener Verantwortung fortzuführen. Die Organisation der knapp 20 Ensemble-Mitglieder ist basisdemokratisch, das Ziel: Vielseitigkeit und Spaß an musikalischer Pionierarbeit. Seit 2002 präsentiert sich das „Ensemble in Residence“ der Hamburger Laeiszhalle als Katalysator des Musiklebens in der Hansestadt mit der Konzertreihe „Resonanzen“, in der stilistische Kontraste das programmatische Bindeglied darstellen. Dort werden Raritäten und Klassiker früherer Jahrhunderte mit Avantgarde, Auftragsarbeiten oder Uraufführungen kombiniert.

Regelmäßige Gastspiele bei Konzertreihen und Festspielen runden das Bild ab: beim Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival, der RUHRtriennale, „musica viva“ in München, dem Musikfest Berlin, den Hamburger „Ostertönen“, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik und den Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker.

Beeindruckend ist auch die Liste der Solisten, mit denen das Ensemble Resonanz mittlerweile zusammengearbeitet hat, hier finden sich Virtuosen wie die Geiger Frank Peter Zimmermann, Renaud Capuçon oder Thomas Zehetmair, die Sopranistin Claudia Barainsky, der Trompeter Reinhold Friedrich oder die Hornistin Marie-Luise Neunecker, ergänzt durch Dirigenten wie Pierre Boulez, Ingo Metzmacher, John Adams oder Lothar Zagrosek.

Auslandstourneen führten das Ensemble Resonanz in den letzten Jahren bis nach Südostasien und Mexiko. Das Debüt in New York fand 2004 mit der US-Premiere der Video-Oper „Weather“ statt, die „Bang on a Can“-Komponist Michael Gordon 1997 im Auftrag des Ensembles komponiert hatte. Die Einspielung ist bei Nonesuch erschienen. Außerdem auf CD erhältlich: eine Aufnahme der Goldberg-Variationen nach der Streichorchester-Bearbeitung von Dmitry Sitkovetsky sowie seit Januar diesen Jahres „music for strings“ mit Kompositionen von Iannis Xenakis.

Die Mezzosopranistin MAITE BEAUMONT wurde in Pamplona (Spanien) geboren, wo sie an der höheren Musikhochschule „Pablo Sarasate“ ein Gesang- und Geigenstudium parallel zu einem Soziologiestudium an der Universität Navarra absolvierte. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen bei David Van Ash, Marimi del Pozo, Helena Lazarska und Judith Beckmann teil. Sie war Finalistin bei den spanischen Wettbewerben „Junge Interpreten“ 1997 sowie beim IV. Internationalen Wettbewerb „Luis Mariano“ 1998. Darüber hinaus erhielt sie ein Stipendium beim VII. Internationalen Wettbewerb „Julián Gayarre“ sowie beim VIII. Internationalen Wettbewerb in Bilbao „Concurso Internacional de Bilbao 2000“. Sie war Preisträgerin in Logrono („Stimme mit der besten Zukunft“ 1997) und in Hamburg („Mozartpreis 2000“ sowie „Oberdörffer-Preis 2003“). Dank eines Stipendiums der Humboldt-Stiftung absolvierte Maite Beaumont ihr Studium (1999-2003) bei Hanna Schwarz an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Von September 2000 bis Sommer 2003 war sie Mitglied des internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper.

Seit der Spielzeit 2003/04 ist Maite Beaumont Mitglied im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper und hat Partien wie Rosina/Il barbiere di Siviglia, Cherubino/Le nozze di Figaro und Ottavia/L’incoronazione di Poppea, in Neuproduktionen Sesto in Händels Giulio Cesare in Egitto und Annio in Mozarts La clemenza di Tito sowie Idamante in Mozarts Idomeneo gesungen.

An der Opéra National de Paris gastierte sie als Ruggiero/Alcina, am Teatro del Liceu in Barcelona als Sesto/Giulio Cesare sowie Idamante/Idomeneo, am Théâtre Royal de la Monnaie in Rossinis Il viaggio a Reims. Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2005 als Dorabella/Così fan tutte.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Alan Curtis, Alessandro De Marchi, Christoph Eschenbach, Adam Fischer, Susanna Mälkki, Ingo Metzmacher, John Nelson, Ralf Weikert, Simone Young.

2003 erschien ihre erste CD mit Arien von Händel unter dem Dirigat von Alan Curtis, gefolgt von Händels Radamisto/Alan Curtis, einer Solo-CD mit italienischen Kantaten und Opernarien um 1700, Vivaldis Motezuma/Alan Curtis, Jörg Arneckes Das Fest im Meer/Cornelius Meister, Giulio Cesare auf DVD.


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