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30. Mär 2007
Resonanzen 4 - Zeichen in Gelb
Hommage à Sándor Veress
Für kaum einen anderen bildenden Künstler war die Musik als Quelle der Inspiration so wichtig wie für den schweizerischen Maler Paul Klee. Er hat die ursprünglich rein musikalischen Begriffe „Polyphonie“ und „Rhythmus“ auf die Bildende Kunst übertragen. Durch Überlagerung und Durchdringung unterschiedlicher Farbflächen entstanden übergeordnete, „mehrstimmige“ Bildgefüge, die als (Bild-)Partituren durchaus frei interpretierbar sind. Umgekehrt inspirierten seine Bilder auch zahlreiche Musiker. Ganz besonders den ungarischen Komponisten Sándor Veress, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Passend zum ungarischen Kulturjahr, widmet sich das Resonanzen 4-Konzert, das am 14. April um 20 Uhr im Kleinen Saal der Hamburger Laeiszhalle stattfindet, dem kompositorischen Schaffen von Sándor Veress.
Die Komposition „Hommage à Paul Klee“ für zwei Klaviere und Streichorchester hat eine Schlüsselrolle in Veress’ kompositorischer Entwicklung: Hier habe er „zum ersten Mal etwas mit einer selbst erreichten inneren Freiheit machen können.“ In sieben „Fantasien“ setzte er die Farbgebung und strukturelle Komposition von Klees Bildern in Klang, Rhythmus und musikalische Form um. Als Solist ist das Klavierduo GrauSchumacher zu hören, mit dem das Ensemble Resonanz die „Hommage" bereits 2001 im Berliner Konzerthaus aufführte. Das Stück „Musica Concertante" für zwölf Solostreicher ist ein typisches Beispiel für Veress’ unorthodoxen Stil – es spielt buchstäblich mit dem Konzept der Zwölftonmusik und hat Anklänge an Bergs Violinkonzert, folgt jedoch seinen individuellen Spielregeln. Als Kontrapunkt zu den weitgespannten und meditativen Klängen von Veress ist die helle und gelöste Stimmung der Streicherserenade E-Dur von Anton Dvorák, die der Komponist als 25-jähriger schrieb.
Das Konzert Resonanzen 4 wird großzügig unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Kulturbehörde Hamburg, der Laeiszhalle Hamburg und dem Verein „Resonanz“ e.V.
Über Paul Klees Auseinandersetzung mit der Musik und die zahlreichen musikalischen Referenzen in seinem Gesamtwerk, diskutiert vor dem Konzert im Rahmen des Lauschangriffs der Musikwissenschaftler und -dramaturg Markus Fein mit der Kunsthistorikerin und Klee-Spezialistin Dr. Annette Baumann.
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Resonanzen 4 - Zeichen in Gelb
Hommage à Sándor Veress
Für kaum einen anderen bildenden Künstler war die Musik als Quelle der Inspiration so wichtig wie für den schweizerischen Maler Paul Klee. Er hat die ursprünglich rein musikalischen Begriffe „Polyphonie“ und „Rhythmus“ auf die Bildende Kunst übertragen. Durch Überlagerung und Durchdringung unterschiedlicher Farbflächen entstanden übergeordnete, „mehrstimmige“ Bildgefüge, die als (Bild-)Partituren durchaus frei interpretierbar sind. Umgekehrt inspirierten seine Bilder auch zahlreiche Musiker. Ganz besonders den ungarischen Komponisten Sándor Veress, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Passend zum ungarischen Kulturjahr, widmet sich das Resonanzen 4-Konzert, das am 14. April um 20 Uhr im Kleinen Saal der Hamburger Laeiszhalle stattfindet, dem kompositorischen Schaffen von Sándor Veress.
Die Komposition „Hommage à Paul Klee“ für zwei Klaviere und Streichorchester hat eine Schlüsselrolle in Veress’ kompositorischer Entwicklung: Hier habe er „zum ersten Mal etwas mit einer selbst erreichten inneren Freiheit machen können.“ In sieben „Fantasien“ setzte er die Farbgebung und strukturelle Komposition von Klees Bildern in Klang, Rhythmus und musikalische Form um. Als Solist ist das Klavierduo GrauSchumacher zu hören, mit dem das Ensemble Resonanz die „Hommage" bereits 2001 im Berliner Konzerthaus aufführte. Das Stück „Musica Concertante" für zwölf Solostreicher ist ein typisches Beispiel für Veress’ unorthodoxen Stil – es spielt buchstäblich mit dem Konzept der Zwölftonmusik und hat Anklänge an Bergs Violinkonzert, folgt jedoch seinen individuellen Spielregeln. Als Kontrapunkt zu den weitgespannten und meditativen Klängen von Veress ist die helle und gelöste Stimmung der Streicherserenade E-Dur von Anton Dvorák, die der Komponist als 25-jähriger schrieb.
Das Konzert Resonanzen 4 wird großzügig unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Kulturbehörde Hamburg, der Laeiszhalle Hamburg und dem Verein „Resonanz“ e.V.
Über Paul Klees Auseinandersetzung mit der Musik und die zahlreichen musikalischen Referenzen in seinem Gesamtwerk, diskutiert vor dem Konzert im Rahmen des Lauschangriffs der Musikwissenschaftler und -dramaturg Markus Fein mit der Kunsthistorikerin und Klee-Spezialistin Dr. Annette Baumann.
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