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31. Mär 2007
Kaispeicher entern! 2 – „Auf dem Wasser“
Musikalische Grundsteinlegung der Elbphilharmonie
Während heute mit der Grundsteinlegung für die Elbphilharmonie Bautrupps und Maschinengedröhn in den Kaispeicher A Einzug halten werden, legen am 26. und 27. April die Musiker des Ensemble Resonanz bei der Fortsetzung des erfolgreichen Projekts Kaispeicher entern! die musikalischen Fundamente der Elbphilharmonie. Mit zeitgenössischen Klängen kapert das Ensemble Resonanz den benachbarten Kaispeicher B, um von hier aus die Bauarbeiten musikalisch auf Kurs zu halten. Dazu die Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg Prof. Dr. Karin von Welck: „Ich freue mich sehr darüber, dass das Ensemble Resonanz nun schon zum zweiten Mal die Hafencity entert. Das erste Kaispeicher entern!-Konzert im September 2005 war ein großartiger Erfolg und führte dazu, dass das Gebäude der zukünftigen Elbphilharmonie erstmals musikalisch erschlossen wurde. Im Kaispeicher B wird es nicht anders sein.“
In diesem Jahr widmet sich Kaispeicher entern!, das unter dem Motto „Auf dem Wasser“ steht, der architektonisch und städtebaulich eindrucksvollen Lage der Elbphilharmonie. Ganz in diesem Zeichen steht „Auf dem Wasser zu singen“ des Hamburger Komponisten Jörn Arnecke, der Brahms- und Schubertlieder für Streichorchester arrangiert und durch Intermezzi verbunden hat. Spannend geht es weiter mit den minimalistischen Klangfarben „Shaker Loops“ von John Adams, zu denen das Publikum von morgen die Bühne erobern wird: Hamburger Schüler improvisieren unter Anleitung des Klangkünstlers Matthias Kaul auf selbst geschaffenen Klangskulpturen. Den Abend abrunden wird die Uraufführung des neuen Multimedia-Werkes „Fuel“ der New Yorker Bang on a Can-Komponistin Julia Wolfe und des amerikanischen Filmkünstlers Bill Morrison, das vom Ensemble Resonanz für Kaispeicher entern! in Auftrag gegeben wurde. Der Titel „Fuel“ bezieht sich nicht nur auf Erdöl und Benzin, sondern auf alles, das dem Leben Energie spendet. Julia Wolfe: „Wir alle genießen täglich die unbegrenzte Energie der Sonne. ‚Fuel’ beschäftigt sich neben menschlichen und anderen Energien auch mit dem Thema Transport.“ In diesem Sinne ergänzt Bill Morrison in seinem Film die Musik mit Bildern von Häfen, Schiffen und Warentransport, die als Metapher für die menschliche Kommunikation stehen.
Das Projekt Kaispeicher entern! 2 wird großzügig unterstützt von der Kulturbehörde Hamburg, der Peter Tamm Sen.-Stiftung, bzw. dem zukünftigen Internationalen Maritimen Museum Hamburg, der ReGe Hamburg, dem „Körber Fonds ZukunftsMusik“ in der Stiftung Elbphilharmonie und der HafenCity Hamburg GmbH.
Projekt zur Musikvermittlung/Schülerprojekt
Wie bereits bei dem ersten Kaispeicher-Konzert im September 2005, ist die Einbindung eines pädagogischen Projektes mit Hamburger Schülern ein fester Bestandteil von Kaispeicher entern! 2, um auch Kinder und Jugendliche an Neue Musik heranzuführen und gleichzeitig auf die Elbphilharmonie als Konzertort aufmerksam zu machen.
Das Ensemble Resonanz entwickelte zusammen mit dem erfahrenen Konzertpädagogen Martin Sieveking die Projektkonzeption. Es wurde eine Schulklasse vom Gymnasium Ohmoor und eine Schulklasse von Albrecht-Thaer-Gymnasium für dieses Projekt ausgesucht. Zusammen mit dem Klangkünstler Matthias Kaul entwerfen die Schüler Klangskulpturen, die sich thematisch auf die Elbphilharmonie und das Wasser beziehen. Die entstandenen Kunstwerke werden im zweiten Teil des Konzerts als Instrumente eingesetzt. Die Schüler improvisieren dann zu den Klängen von „Shaker Loops“ von John Adams. Der kompositorische Ansatz von „Shaker Loops“ bezieht sich auf das Wasser, die Musik thematisiert die sich gegenseitig bedingenden und neu anstoßenden Wellen, „wie auf der Oberfläche eines sanft bewegten Sees“ (John Adams).
In der Vorbereitungsphase werden Matthias Kaul und die Musiker des Ensemble Resonanz die Schüler besuchen, um sie theoretisch und praktisch an das Werk heranzuführen. Zusätzlich können auch weitere Schulklassen und Jugendgruppen der Generalprobe beiwohnen und die Arbeit an einem musikalischen Großprojekt kennen lernen.
Das Ensemble möchte sich dafür einsetzen, dass die Skulpturen künftig in der Elbphilharmonie einem breiten Publikum zugänglich sind, um so eine nachhaltige Wirkung des Schülerprojekts zu erzielen und den deutlichen Bezug zur Elbphilharmonie zu unterstreichen.
Künstler
Das Ensemble Resonanz gehört zu den profiliertesten und innovativsten Kammerorchestern Deutschlands. Hervorgegangen ist das Ensemble Resonanz aus dem Drang zur kreativen Selbstverwirklichung. Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie hatten 1994 beschlossen, ihre Zusammenarbeit in eigener Verantwortung fortzuführen. Die Organisation der knapp 20 Ensemble-Mitglieder ist basisdemokratisch, das Ziel: Vielseitigkeit und Spaß an musikalischer Pionierarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Gegenüberstellung von Neuer und Alter Musik. Seit 2002 präsentiert sich das „Ensemble in Residence“ der Hamburger Laeiszhalle mit der Konzertreihe „Resonanzen“, in der Raritäten und Klassiker früherer Jahrhunderte mit Avantgarde, Auftragsarbeiten oder Uraufführungen kombiniert werden. Häufige Tourneen und Gastspiele im In- und Ausland haben den Ruf des Ensemble Resonanz weit über die Grenzen Hamburgs hinaus gefestigt.
Julia Wolfe, 1958 in Philadelphia geboren, legte den Bachelor of Arts am Residential College der University of Michigan und den Master of Music an der Yale School of Music ab, wo sie bei Martin Bresnick Komposition studierte. Julia Wolfe gilt als eine der herausragenden Stimmen ihrer Generation, deren Musik energetisch, impulsiv und körperlich erfahrbar ist. Julia Wolfe hat Orchesterstücke u. a. für das San Francisco Symphony, das American Composers Orchestra New York, das Münchner Kammerorchester und das Orchestre National de France komponiert. Ihre Ensemblewerke wurden u. a. vom Kronos Quartet, von Piano Circus und dem Orkest de Volharding, dem Asko Ensemble und der musikFabrik auf renommierten Konzertforen wie dem Kennedy Center, der Carnegie Hall, dem Lincoln Center, beim Next Wave Festival at BAM, in Tanglewood, beim South Bank’s Meltdown Festival und bei Settembre Musica, beim Festival International Cervantino, dem Confrontaties Festival, dem Holland-, Huddersfield- und Israel Music Festival gespielt. Julia Wolfe wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Academy Award der American Academy, einem Künstlerstipendium der Foundation for Contemporary Performance Arts. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Ko-Direktorin von Bang on a Can und hat in dieser Eigenschaft die Aufführung von mehr als hundert neuen Werken initiiert.
Ihre Werke sind auf CD bei Cantaloupe Music, Universal, Teldec, Sony Classical und Argo/Decca erschienen.
Bill Morrison ist ein mehrmals ausgezeichneter Videokünstler. Mit sieben Titeln ist er in der Sammlung des Museum of Modern Art vertreten, darunter „Light Is Calling“, „Decasia“ und „The Film of Her“. Seine Werke wurden an Veranstaltungsorten und in Museen gezeigt wie etwa der Tate Modern und dem ICA in London, dem Lincoln Center und Whitney Museum sowie der Carnegie Hall und BAM in New York. Fernsehsender wie PBS, Sundance Chanel und Arte haben seine Filme übertragen. Morrison ist bei internationalen Filmfestivals vertreten wie Sundance, San Francisco, Rotterdam, Edinburgh und seit mehr als 10 Jahren beim Hamburger Kurzfilmfestival. Sein Bühnendesign für das New Yorker Ridge Theater wurde mehrmals ausgezeichnet. Ausserdem erhielt er Unterstützungen u.a. von der Guggenheim Foundation, der Foundation for Contemporary Performance Arts und dem NEA Creativity Grant 2004.
Lothar Odinius aus Aachen studierte in Berlin und besuchte Meisterkurse bei Alfredo Kraus und Dietrich Fischer-Dieskau. Als Opernsänger trat der Tenor u.a. im Schlosstheater Sanssouci in Potsdam, an der Oper Bonn, am Opernhaus Zürich, am Nationaltheater Mannheim, an der Königlichen Oper Kopenhagen und bei der Mozartwoche Salzburg auf. Als Konzertsänger verbindet Odinius eine enge Zusammenarbeit mit Musikern wie András Schiff, Helmuth Rilling, Peter Schreier, Philippe Herreweghe, Dietrich Fischer-Dieskau, Franz Welser-Möst und Bruno Weil. Der Tenor ist auch auf zahlreichen ausgezeichneten CD-Einspielungen zu hören, so in Orffs „Carmina Burana“ und Schmidts „Buch mit sieben Siegeln“ unter der Leitung von Franz Welser-Möst, in Zemlinskys Oper „Der Traumgörge“ unter James Conlon, in Haydns „Schöpfung“ unter Ennoch zu Guttenberg, in Mozarts „Lucio Silla“ unter Adam Fischer und in Bachs „Geschwinde, ihr wirbelnden Winde“ unter Helmuth Rilling.
Matthias Kaul begann seine musikalische Laufbahn als Rock- und Jazzschlagzeuger. Es folgte ein Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit Solistenexamen. Daneben erhielt er zahlreiche Stipendien und reiste u.a. nach Afrika zum Studium der Kultur der Samburu und Massai. Kaul arbeitete zusammen mit Musikern und Komponisten wie John Zorn, Mauricio Kagel, Hans Werner Henze, David Moss, Carla Bley, Malcolm Goldstein, Vinko Globokar, Joachim Hespos u.a. Außerdem ist er Gründungsmitglied des Ensembles L’Art pour L’Art. Tourneen führten ihn durch ganz Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Indien und Südostasien.
Seit zehn Jahren ist er auch als Komponist aktiv. Er erhielt Kompositionsaufträge von Rundfunkanstalten wie dem DLF, HR, WDR sowie dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt oder der Bayerischen Staatsoper. Seine aktuelle CD „Cover Versions“ wurde vor kurzem mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Weitere preisgekrönte CDs sowohl vom Schlagzeuger als auch vom Komponisten Matthias Kaul liegen vor, u.a. bei Wergo, col legno, Hat Hut und CPO.
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Kaispeicher entern! 2 – „Auf dem Wasser“
Musikalische Grundsteinlegung der Elbphilharmonie
Während heute mit der Grundsteinlegung für die Elbphilharmonie Bautrupps und Maschinengedröhn in den Kaispeicher A Einzug halten werden, legen am 26. und 27. April die Musiker des Ensemble Resonanz bei der Fortsetzung des erfolgreichen Projekts Kaispeicher entern! die musikalischen Fundamente der Elbphilharmonie. Mit zeitgenössischen Klängen kapert das Ensemble Resonanz den benachbarten Kaispeicher B, um von hier aus die Bauarbeiten musikalisch auf Kurs zu halten. Dazu die Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg Prof. Dr. Karin von Welck: „Ich freue mich sehr darüber, dass das Ensemble Resonanz nun schon zum zweiten Mal die Hafencity entert. Das erste Kaispeicher entern!-Konzert im September 2005 war ein großartiger Erfolg und führte dazu, dass das Gebäude der zukünftigen Elbphilharmonie erstmals musikalisch erschlossen wurde. Im Kaispeicher B wird es nicht anders sein.“
In diesem Jahr widmet sich Kaispeicher entern!, das unter dem Motto „Auf dem Wasser“ steht, der architektonisch und städtebaulich eindrucksvollen Lage der Elbphilharmonie. Ganz in diesem Zeichen steht „Auf dem Wasser zu singen“ des Hamburger Komponisten Jörn Arnecke, der Brahms- und Schubertlieder für Streichorchester arrangiert und durch Intermezzi verbunden hat. Spannend geht es weiter mit den minimalistischen Klangfarben „Shaker Loops“ von John Adams, zu denen das Publikum von morgen die Bühne erobern wird: Hamburger Schüler improvisieren unter Anleitung des Klangkünstlers Matthias Kaul auf selbst geschaffenen Klangskulpturen. Den Abend abrunden wird die Uraufführung des neuen Multimedia-Werkes „Fuel“ der New Yorker Bang on a Can-Komponistin Julia Wolfe und des amerikanischen Filmkünstlers Bill Morrison, das vom Ensemble Resonanz für Kaispeicher entern! in Auftrag gegeben wurde. Der Titel „Fuel“ bezieht sich nicht nur auf Erdöl und Benzin, sondern auf alles, das dem Leben Energie spendet. Julia Wolfe: „Wir alle genießen täglich die unbegrenzte Energie der Sonne. ‚Fuel’ beschäftigt sich neben menschlichen und anderen Energien auch mit dem Thema Transport.“ In diesem Sinne ergänzt Bill Morrison in seinem Film die Musik mit Bildern von Häfen, Schiffen und Warentransport, die als Metapher für die menschliche Kommunikation stehen.
Das Projekt Kaispeicher entern! 2 wird großzügig unterstützt von der Kulturbehörde Hamburg, der Peter Tamm Sen.-Stiftung, bzw. dem zukünftigen Internationalen Maritimen Museum Hamburg, der ReGe Hamburg, dem „Körber Fonds ZukunftsMusik“ in der Stiftung Elbphilharmonie und der HafenCity Hamburg GmbH.
Projekt zur Musikvermittlung/Schülerprojekt
Wie bereits bei dem ersten Kaispeicher-Konzert im September 2005, ist die Einbindung eines pädagogischen Projektes mit Hamburger Schülern ein fester Bestandteil von Kaispeicher entern! 2, um auch Kinder und Jugendliche an Neue Musik heranzuführen und gleichzeitig auf die Elbphilharmonie als Konzertort aufmerksam zu machen.
Das Ensemble Resonanz entwickelte zusammen mit dem erfahrenen Konzertpädagogen Martin Sieveking die Projektkonzeption. Es wurde eine Schulklasse vom Gymnasium Ohmoor und eine Schulklasse von Albrecht-Thaer-Gymnasium für dieses Projekt ausgesucht. Zusammen mit dem Klangkünstler Matthias Kaul entwerfen die Schüler Klangskulpturen, die sich thematisch auf die Elbphilharmonie und das Wasser beziehen. Die entstandenen Kunstwerke werden im zweiten Teil des Konzerts als Instrumente eingesetzt. Die Schüler improvisieren dann zu den Klängen von „Shaker Loops“ von John Adams. Der kompositorische Ansatz von „Shaker Loops“ bezieht sich auf das Wasser, die Musik thematisiert die sich gegenseitig bedingenden und neu anstoßenden Wellen, „wie auf der Oberfläche eines sanft bewegten Sees“ (John Adams).
In der Vorbereitungsphase werden Matthias Kaul und die Musiker des Ensemble Resonanz die Schüler besuchen, um sie theoretisch und praktisch an das Werk heranzuführen. Zusätzlich können auch weitere Schulklassen und Jugendgruppen der Generalprobe beiwohnen und die Arbeit an einem musikalischen Großprojekt kennen lernen.
Das Ensemble möchte sich dafür einsetzen, dass die Skulpturen künftig in der Elbphilharmonie einem breiten Publikum zugänglich sind, um so eine nachhaltige Wirkung des Schülerprojekts zu erzielen und den deutlichen Bezug zur Elbphilharmonie zu unterstreichen.
Künstler
Das Ensemble Resonanz gehört zu den profiliertesten und innovativsten Kammerorchestern Deutschlands. Hervorgegangen ist das Ensemble Resonanz aus dem Drang zur kreativen Selbstverwirklichung. Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie hatten 1994 beschlossen, ihre Zusammenarbeit in eigener Verantwortung fortzuführen. Die Organisation der knapp 20 Ensemble-Mitglieder ist basisdemokratisch, das Ziel: Vielseitigkeit und Spaß an musikalischer Pionierarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Gegenüberstellung von Neuer und Alter Musik. Seit 2002 präsentiert sich das „Ensemble in Residence“ der Hamburger Laeiszhalle mit der Konzertreihe „Resonanzen“, in der Raritäten und Klassiker früherer Jahrhunderte mit Avantgarde, Auftragsarbeiten oder Uraufführungen kombiniert werden. Häufige Tourneen und Gastspiele im In- und Ausland haben den Ruf des Ensemble Resonanz weit über die Grenzen Hamburgs hinaus gefestigt.
Julia Wolfe, 1958 in Philadelphia geboren, legte den Bachelor of Arts am Residential College der University of Michigan und den Master of Music an der Yale School of Music ab, wo sie bei Martin Bresnick Komposition studierte. Julia Wolfe gilt als eine der herausragenden Stimmen ihrer Generation, deren Musik energetisch, impulsiv und körperlich erfahrbar ist. Julia Wolfe hat Orchesterstücke u. a. für das San Francisco Symphony, das American Composers Orchestra New York, das Münchner Kammerorchester und das Orchestre National de France komponiert. Ihre Ensemblewerke wurden u. a. vom Kronos Quartet, von Piano Circus und dem Orkest de Volharding, dem Asko Ensemble und der musikFabrik auf renommierten Konzertforen wie dem Kennedy Center, der Carnegie Hall, dem Lincoln Center, beim Next Wave Festival at BAM, in Tanglewood, beim South Bank’s Meltdown Festival und bei Settembre Musica, beim Festival International Cervantino, dem Confrontaties Festival, dem Holland-, Huddersfield- und Israel Music Festival gespielt. Julia Wolfe wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Academy Award der American Academy, einem Künstlerstipendium der Foundation for Contemporary Performance Arts. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Ko-Direktorin von Bang on a Can und hat in dieser Eigenschaft die Aufführung von mehr als hundert neuen Werken initiiert.
Ihre Werke sind auf CD bei Cantaloupe Music, Universal, Teldec, Sony Classical und Argo/Decca erschienen.
Bill Morrison ist ein mehrmals ausgezeichneter Videokünstler. Mit sieben Titeln ist er in der Sammlung des Museum of Modern Art vertreten, darunter „Light Is Calling“, „Decasia“ und „The Film of Her“. Seine Werke wurden an Veranstaltungsorten und in Museen gezeigt wie etwa der Tate Modern und dem ICA in London, dem Lincoln Center und Whitney Museum sowie der Carnegie Hall und BAM in New York. Fernsehsender wie PBS, Sundance Chanel und Arte haben seine Filme übertragen. Morrison ist bei internationalen Filmfestivals vertreten wie Sundance, San Francisco, Rotterdam, Edinburgh und seit mehr als 10 Jahren beim Hamburger Kurzfilmfestival. Sein Bühnendesign für das New Yorker Ridge Theater wurde mehrmals ausgezeichnet. Ausserdem erhielt er Unterstützungen u.a. von der Guggenheim Foundation, der Foundation for Contemporary Performance Arts und dem NEA Creativity Grant 2004.
Lothar Odinius aus Aachen studierte in Berlin und besuchte Meisterkurse bei Alfredo Kraus und Dietrich Fischer-Dieskau. Als Opernsänger trat der Tenor u.a. im Schlosstheater Sanssouci in Potsdam, an der Oper Bonn, am Opernhaus Zürich, am Nationaltheater Mannheim, an der Königlichen Oper Kopenhagen und bei der Mozartwoche Salzburg auf. Als Konzertsänger verbindet Odinius eine enge Zusammenarbeit mit Musikern wie András Schiff, Helmuth Rilling, Peter Schreier, Philippe Herreweghe, Dietrich Fischer-Dieskau, Franz Welser-Möst und Bruno Weil. Der Tenor ist auch auf zahlreichen ausgezeichneten CD-Einspielungen zu hören, so in Orffs „Carmina Burana“ und Schmidts „Buch mit sieben Siegeln“ unter der Leitung von Franz Welser-Möst, in Zemlinskys Oper „Der Traumgörge“ unter James Conlon, in Haydns „Schöpfung“ unter Ennoch zu Guttenberg, in Mozarts „Lucio Silla“ unter Adam Fischer und in Bachs „Geschwinde, ihr wirbelnden Winde“ unter Helmuth Rilling.
Matthias Kaul begann seine musikalische Laufbahn als Rock- und Jazzschlagzeuger. Es folgte ein Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit Solistenexamen. Daneben erhielt er zahlreiche Stipendien und reiste u.a. nach Afrika zum Studium der Kultur der Samburu und Massai. Kaul arbeitete zusammen mit Musikern und Komponisten wie John Zorn, Mauricio Kagel, Hans Werner Henze, David Moss, Carla Bley, Malcolm Goldstein, Vinko Globokar, Joachim Hespos u.a. Außerdem ist er Gründungsmitglied des Ensembles L’Art pour L’Art. Tourneen führten ihn durch ganz Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Indien und Südostasien.
Seit zehn Jahren ist er auch als Komponist aktiv. Er erhielt Kompositionsaufträge von Rundfunkanstalten wie dem DLF, HR, WDR sowie dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt oder der Bayerischen Staatsoper. Seine aktuelle CD „Cover Versions“ wurde vor kurzem mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Weitere preisgekrönte CDs sowohl vom Schlagzeuger als auch vom Komponisten Matthias Kaul liegen vor, u.a. bei Wergo, col legno, Hat Hut und CPO.
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